flexible Strom- Tarife
29.11.2010,Um diese neuen Strom- Tarife anbieten zu können, sind so genannte intelligente Stromzähler nötig. Seit Anfang 2010 müssen diese in allen Neubauten installiert werden. Doch bisher geben die Zähler nur einen genauen Überblick über den Energieverbrauch.
Die neue Generation dieser Geräte soll den Verbrauch auch steuern. Das heißt, die Waschmaschine wird automatisch eingeschaltet, wenn viel Strom im Netz und der Preis niedrig ist. Für den Verbraucher soll sich die Installation dieser Steuerung rechnen, weil die Tarife niedriger werden.
Der Haushaltsgeräte-Hersteller Miele habe bereits angekündigt, eine Waschmaschine mit entsprechender Elektronik auf den Markt zu bringen.
Viele Versorger arbeiten derzeit an solchen Steuerungssystemen. Der Landkreis Harz ist Modellregion für die bessere Nutzung von erneuerbaren Energien, die unter anderem in Solar- und Windkraftanlagen in Sachsen-Anhalt erzeugt werden. 50 Haushalte sollen im Harz in Zeiten hoher Einspeisung günstigere Preise erhalten und dann den Verbrauch steigern. Am Projekt sind verschiedene Stadtwerke aus Sachsen-Anhalt, Envia-M, Eon und die Universität Magdeburg beteiligt.
Die deutschen Energieversorger stehen alle vor ähnlichen Problemen. Vor allem in windstarken Zeiten wird mitunter mehr Strom produziert, als die Abnehmer verbrauchen können. Dies führt dazu, dass Strom an der Energiebörse Leipzig bereits zu einem "negativen Preis" verkauft wird. Das heißt, der Käufer bekommt für die Abnahme Geld. Bei einem zu hohen Angebot müssen zudem Kohle- und Atomkraftwerke ihren Betrieb deutlich einschränken, was zu technischen Problemen führen kann.
Da aber bisher fehle noch eine einheitliche Technik fehlt, damit Haushaltsgeräte und Stromzähler Daten austauschen können, werden die ersten Tarifangebote wohl erst 2012 vorliegen.
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