Sozialtarife für Hartz IV-Betroffene noch die Ausnahme
16.01.2010,Die großen Energieversorger haben Erhöhungen der Strompreise für 2010 angekündigt. Die Stromkosten müssen vom laufenden Arbeitslosengeld II (ALG II) Regelsatz beglichen werden. Aus diesem Grund trifft die geplante Strompreis-Erhöhung vor allem Menschen, die sich in prekären Beschäftigungsverhältnissen befinden oder auf Hartz IV Leistungen angewiesen sind. Wie soll der karge ALG II Regelsatz dann noch ausreichen, zumal nicht davon auszu gehen ist, dass der ALG II Regelsatz 2010 angepasst wird.
Fast kein Stromanbieter bietet einen sogenannten Sozialtarif für Hartz IV Betroffene an. Einzig und allein der Stromkonzern "E.ON" bietet in seinen sechs Vertriebsgesellschaften ein Sozialtarif an. Der Rabatt wird in den Regionen unterschiedlich gewährt. Zwischen 70 und 108 Euro brutto im Jahr gewährt E.ON seinen Kunden einen Nachlass, wenn man berechtigt ist, einen Sozialtarif zu erhalten. Als Nachweis genügt es eine GEZ Befreiungs- Bescheinigung vorzulegen. Neben ALG II Empfängern können auch Studenten, Schüler mit Bafög Berechtigung und Bezieher von Altersgrundsicherung vom Sozialtarif profitieren.
Als Alternative bietet sich ebenfalls an, Strompreise und Gaspreise miteinander zu vergleichen. Vor allem kleinere und regionale Anbieter haben für das Jahr 2010 angekündigt, die Strompreise zu senken.
Quelle: gegen-hartz.de
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