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Neue Stromtrassen für den Netzausbau

26.09.2011, Die Netzbetreiber treiben Pläne für den Neubau von Stromtrassen voran, um für die Energiewende gerüstet zu sein. Wie durch Medienberichte Ende der letzten Woche bekannt wurde, sind derzeit drei große Trassenprojekte im Gespräch, die von den Unternehmen TenneT, Amprion, EnBW und 50Hertz Transmission geplant werden. Dazu gehören eine 900 km lange Nord-Süd-Trasse im Netzgebiet von TenneT, eine 600 km lange Ost-West-Trasse aus Sachsen-Anhalt in Richtung Rhein-Main-Gebiet, die von 50Hertz Transmission geplant wird, sowie ein von Amprion und EnBW geplantes Trassenstück aus dem Rheinland in den Raum Stuttgart.

Diese Trassen sollen das Grundgerüst für ein neues übergeordnetes Stromnetz bilden, das in Zukunft auch international erweitert werden könnte, etwa nach Polen, Frankreich und Norwegen. Die Bundesregierung hatte ebenfalls in ihrem Konzept zur Energiewende einen zügigen Netzausbau im Hochspannungssegment verlangt. Allerdings ist noch nicht entschieden, wie dieses Netz technisch betrieben werden soll, ob als Wechselspannungsnetz oberhalb der bisherigen 360-kV-Höchstspannungsnetze oder als ein in Mitteleuropa neuartiges Gleichstrom-Hochspannungsnetz, das bisher nur in Russland und Indien existiert. Die Übetragungsverluste sind auf höhere Entfernungen bei Gleichstrom geringer.

Die Planungen befinden sich allerdings erst am Anfang. Amprion erstellt derzeit eine Machbarkeitsstudie, 50Hertz will demnächst damit beginnen, hat aber seine Pläne bereits der Bundesnetzagentur vorgestellt. Auch die genauen Trassenführungen sind noch nicht festgelgt, ebenso wenig die Art der Verlegung. In Frage kommt einerseits die oberirdische Verlegung, zum Teil auf vorhandenen Masten, um Proteste möglichst gering zu halten. Aber auch eine unterirdische Verlegung, die wesentlich teurer werden würde, ist noch im Gespräch.

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