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Mogelpackung Ökostrom - Wer das Klima schützen will, muß kritisch sein

12.07.2009,

Nach den Störfallen in Krümmel und in schwedischen Vattenfall-Atomkraftwerken haben viele BerlinerInnen die Absicht, den Stromanbieter zu wechseln. Doch nicht jedes als Ökostrom bezeichnete Angebot trägt zum Klimaschutz bei.

Durch einen zweifelhaften Zertifikatehandel erwerben viele Stromanbieter billig das Recht, Atom- und Kohlestrom als Ökostrom zu verkaufen. Im Gegenzug wird Strom aus alten Wasserkraftwerken in Skandinavien zu Atom- und Kohlestrom umdeklariert - ohne, dass die Kunden darüber informiert werden.

Das bedeutet im Klartext: Nur wer richtig auswählt, kann mit seinem Stromanbieter einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Denn die Schummel-Ökostromangebote garantieren nicht, dass auch nur ein Gramm CO2 eingespart wird, weil sie den Anteil der Erneuerbaren Energien am Strommix nicht erhöhen.

Der rot-rote Berliner Senat hat sich jüngst für derartigen Schummelstrom von Vattenfall entschieden, obwohl er für geringe Mehrkosten richtigen Ökostrom hätte haben können." warnt in diesem Zusammenhang Michael Schäfer, stellvertetender Fraktionsvorsitzender und Sprecher für Energiepolitik Bündnis 90/Die Grünen.

 

Quelle: Europaticker



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