Bundesnetzagentur braucht keine Atom-Kaltreserve
31.08.2011, Die Bundesnetzagentur hat heute bekannt gegeben, dass sie kein Atomkraftwerk als Kaltreserve beanspruchen wird. Bei der Überprüfung der im Süden Deutschlands und in Österreich vorhandenen Reservekapazitäten zur Stromerzeugung in grundlastkritischen Szenarien in den kommenden beiden Winterperioden seien ausreichend konventionelle Kapazitäten ermittelt worden. Damit ist der Plan, das heruntergefahrene Atomkraftwerk Philippsburg 1 als Kaltreserve zu nutzen vom Tisch. Der Präsident der Netzagentur Matthias Kurth nannte heute vor allem das Großkraftwerk Mannheim (Block 3) sowie die Kraftwerke Wiesbaden-Mainz (Block 2) und Ensdorf (Block C) als Reservekraftwerke. Damit stünden ca. 1 Gigawatt an Reservekapazitäten in Deutschland zur Verfügung, zu denen noch einmal 1 Gigawatt abrufbarer Reserveleistung in Österreich kämen, wie die Bundesnetzagentur ermittelt habe. „Insoweit war die Entscheidung des Gesetzgebers, auch ein Reservekernkraftwerk zu prüfen, keineswegs erfolglos, sondern hat die Suche nach Alternativen beschleunigt und gefördert,“ so Kurth.
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