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Ab 2013 müssen Stromproduzenten für CO2-Zertifikate zahlen

24.08.2011, Die Bundesregierung hat heute über die Zuteilung von Emissionszertifikaten für den Zeitraum 2013 bis 2020 beschlossen. Danach bekommen Stromproduzenten in Deutschland ab 2013 keine kostenlosen Zertifikate mehr, sondern müssen diese am Zertifikatemarkt erwerben. Die Bundesregierung setzt damit Vorgaben der EU um. Bisher erhielten Stromproduzenten wie auch andere energieintensive Betriebe vor allem kostenlose Zertifikate. „Der Wert der Zertifikate, die den Stromerzeugern kostenlos zugeteilt wurden, ist in der Vergangenheit trotzdem den Kunden in voller Höhe in Rechnung gestellt worden. Derartige ,Gewinne‘ werden künftig nicht mehr möglich sein,” teilte das Bundesumweltministerium in einer Pressemitteilung mit. Am Strompreis dürfte sich zumindest durch die Änderungen im Zertifikatehandel nichts ändern, da die Zertifikate bereits eingepreist sind.

Der Emissionshandel gilt als eines der wichtigsten Instrumente zur Erreichung der Ziele des Kyoto-Protokolls zur Treibhausgasreduzierung. Dabei wird eine bestimmte Menge an Zertifikaten, die einer maximal zulässigen Gesamtemission entsprechen, verteilt und/oder versteigert, die dann frei gehandelt werden können. Unternehmen mit wenig Emissionen können überschüssige Zertifikate an Unternehmen mit höheren Emissionen verkaufen. Emissionen, für die keine Zertifikate erworben wurden, werden mit Strafen belegt. Dadurch steigen die Kosten klimaschädlicher Emissionen.

Seit 2005 ist dazu ein EU-weites Emissionshandelssystem in Kraft, das ab 2013 in die nächste Phase eintritt. Ab dann werden die verteilten Zertifikate verknappt und zum größten Teil versteigert, um EU-weit zu Emissionseinsparungen anzureizen. Der Beschluss der Bundesregierung muss noch vom Bundestag bestätigt werden.

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