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EU verhandelt über kaspische Gaspipeline

14.09.2011, Sie ist eines der großen Prestigeprojekte Europas und hat namhafte Förderer wie Ex-Außenminister Joschka Fischer - die Nabucco-Pipeline, die von der Tükei nach Europa gebaut werden und kaspisches Gas aus Aserbaidschan und Turkmenistan transporiteren soll. Doch bisher ist nicht ganz sicher, ob die Turkmenen, die über enorme unerschlossene Erdgasreserven verfügen, die nötige Menge bereit stellen wollen und können, denn auch China und Russland buhlen um dieses Gas und haben schon Lieferzusagen erhalten. So drohte die EU lange Zeit ins Hintertreffen zu geraten. 

Voraussetzung für die Nabucco-Pipeline ist unter anderem eine Unter-Wasser-Verbindung durch das Kaspische Meer - aufgrund des schwierigen Profils im Kaspischen Meer eine besondere technische und finanzielle Herausforderung. Doch nun macht die EU einen großen Schritt und beginnt Verhandlungen mit Turkmenistan und Aserbaidschan über ein Rahmenabkommen. Das haben die zuständigen Minister der 27 EU-Mitglieder am Montag in Brüssel beschlossen und die EU-Kommission damit beauftragt. Auch das ist ein Novum; noch nie zuvor hat die EU-Kommission für alle Mitglieder ein Infrastrukturprojekt dieser Größenordnung verhandelt. Bis Weihnachten könnten die Verhandlungen über die Pipeline, aber auch Rahmenvereinbarungen über Quellen, Liefermengen und Umweltstandards abgeschlossen sein. Dann können die Pipelines gebaut werden.

Die EU hofft so, von russischen Gaslieferungen unabhängig zu werden. Die Nabucco-Pipeline soll eine Länge von 3300 km haben und 14 Milliarden Euro kosten. Über die Kosten der Transkaspischen Pipeline ist noch nichts bekannt.




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