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Eon bekommt Gazprom-Gas nicht billiger

01.08.2011,

Eon wird sein vom russischen Lieferanten Gazprom bezogenes Erdgas nicht billiger bekommen. Die Verhandlungen zwischen Eon und dem russischen Konzern sind nach einem Bericht des Focus vom Sonntag gescheitert. Ein Konzernsprecher hat den Bericht bestätigt. 

Eon hatte versucht, bei Gazprom einen günstigeren Preis zu verhandeln, da der in den langfristigen Lieferverträgen zwischen beiden Seiten vereinbarte Preis deutlich über dem derzeitigen Marktpreis für Erdgas liegt. Die frühere Entwicklung des Gaspreises entsprechend dem Ölpreis ist durch große am Markt verfügbare Mengen amerikanischen Erdgases aus unkonventionellen Quellen derzeit nicht gegeben. Eon zahlt damit seit Monaten mehr an Gazprom als es von den Kunden aufgrund des niedirgeren Marktpreises verlangen kann. Das Tochterunternehmen Eon Ruhrgas rechnete deswegen zuletzt mit einem Verlust von einer Milliarde Euro für das Jahr 2011.

Das Scheitern der Verhandlungen kommt zu einem überraschenden Zeitpunkt. Es war allgemein erwartet worden, dass sich die Verhandlungen bis in den Herbst hinein ziehen könnten. Erst vor einer Woche hatte sich Eon-Chef Theyssen nach Informationen der Süddeutschen Zeitung mit der Gazprom-Führung getroffen. Nun bleibt ein internationales Schiedsgericht die letzte Chance für Eon, das nach Medienberichten nicht zuletzt wegen der Verluste aus dem Gasgeschäft und durch den Atomausstieg vor einschneidenen Veränderungen im Konzern steht. Neben der Eingliederung der selbständigen Tochterunternehmen Eon Ruhrgas, Eon Energie und Eon Kraftwerke sollen wietere Unternehmensteile möglicherweise ganz oder teilweise verkauft werden. Zudem droht durch die Umstrukturierungen ein massiver Stellenabbau.




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